Leitbild und Geschichte des theaterateliers

Das Bedürfnis, Theater nach den ganz eigenen Vorstellungen zu machen, ist lange gewachsen. Einen ersten Anlauf nahm ich 1995/96, als das AT in Bern geschlossen werden sollte. Damals suchte ich nach Möglichkeiten, das Theater zu retten und mit meinen eigenen Inhalten zu füllen. Ich schrieb ein Konzept und ging auf Geldsuche. Zusammen mit Ernst Gosteli und Markus Keller konnte schliesslich das Theater an der Effingerstrasse gegründet werden. Es feierte 2007 sein 10-jähriges Bestehen, ist äusserst erfolgreich und in der Theaterlandschaft fest etabliert. Ich selber ging nach der Aufbauphase wieder eigene Wege und gründete 2004 in Zürich ein neues Theater, diesmal ohne festes Haus.
Ziel des theaterateliers ist es, Stoffe für die Bühne urbar zu machen, die bisher brachlagen, im Verborgenen blieben, unentdeckt oder unterschätzt waren oder überhaupt erst zu schaffen sind. Möglichst nahe an den Entwicklungen unserer Gesellschaft will ich Theater machen, das für unsere Zeit Bedeutung hat. Zwei Perspektiven sind mir dabei besonders wichtig: die weibliche und die historische Sicht.
Der Name ist Programm: Die Werkstatt- und Forschungsarbeit bezieht sich sowohl auf den Inhalt der zu behandelnden Themen und Stoffe als auch auf die adäquate Form der Darbietung.
Marianne Weber